Runder Tisch Ausbildungswege NRW
Mit dem Fokus auf Ausbildung und Sicherung von Fachkräften für morgen traf sich am vergangenen Freitag (13.03) der Runde Tisch Ausbildungswege NRW. Das Programm soll vor allem Jugendlichen helfen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder Schwierigkeiten haben beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung. Der Fachkräftemangel ist keine abstrakte Schlagzeile mehr, er ist in den Dortmunder Unternehmen bereits deutlich spürbar. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Programm Ausbildungswege NRW daher erneut bis Dezember 2027 verlängert.
In Dortmund setzt man auf starke regionale Netzwerke, der Runde Tisch zeigt wie durch Zusammenarbeit verschiedener Akteure echte Chancen für jungen Menschen entstehen damit der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt. Hierfür ist ein Schulterschluss der relevanten Akteure entscheidend. Die Agentur für Arbeit unterstützt die Jugendlichen mit der Berufsberatung. Das Jugendberufshaus bietet durch die enge Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und der Jugendhilfe eine ganzheitliche Beratung, die weit über eine Jobsuche und Ausbildungsplatzsuche hinausgeht. Für Jugendliche, die beim Übergang in den Beruf noch Orientierung und Coaching benötigen, steht der Werkhof als zuverlässiger Partner bereit, um den Einstieg in die Ausbildung doch noch zu meistern. Die Berufskollegs bilden die Brücke zwischen Theorie und Praxis, sie helfen die schulische Ausbildung mit der betrieblichen Praxis zu verzahnen. Die Kammern sorgen für die Verzahnung mit den Unternehmen. Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet hat dabei eine Koordinations-und Vermittlungsrolle in der Region. Sie sorgt dafür, dass das landesweite Programm vor Ort umgesetzt wird.
Alle Gesprächspartner waren sich darüber einig: Oft scheitert die Ausbildung nicht am mangelnden Willen, sondern an fehlender Orientierung.
An dem Programm Ausbildungswege NRW nahmen im vergangenem Jahr 462 Jugendliche teil, 50 von ihnen wurden in eine Ausbildung, 262 Jugendliche in ein Praktikum vermittelt. Bei den Ausbildungsplatzsuchenden unversorgten jungen Menschen haben 171Personen teilgenommen und 61 von ihnen konnten erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt werden. Laut dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW liegen die Dortmunder Zahlen deutlich über dem Landesdurchschnitt.
Die Zahlen sprechen für sich und der Bedarf an Beratung und Orientierung ist allerdings noch deutlich höher. Auch das war Konsens bei dem Gespräch. Eine Aufstockung der personellen Ressourcen, das ist ein deutlicher Wunsch des Projektträgers und wurde an die Vertreterin des Ministeriums herangetragen.